Walzenkrug mit Darstellung des hl. Gundislavus
Auf der Wandung des Walzenkruges ist ein Dominikanermönch dargestellt. In seiner linken Hand hält er einen Fisch und mit seiner Rechten schlägt er Wasser aus einem steil aufragenden Felsen (wie einst Moses). Die unter dem Mönch sichtbare Namensnennung "Gundisalvus" verweist auf Portugal; - dort lebte im 13. Jahrhundert in Amarante der historische Heilige Gundisalvus. Der Krug steht aber wohl mit einem Namensvetter in Verbindung. Der Beichtvater des regierenden Mainzer Kurfürsten Johann Friedrich Karl von Ostein war der Dominikaner Gundisalvus Ostlender. Sicher hatte der Beichtvater des regierenden Kurfürsten im Hofstaat von Mainz eine besondere Stellung, was dieser Höchster Walzenkrug anschaulich belegt. Der Krug wurde in der Höchster Porzellanmanufaktur hergestellt, die 1746 mit Privileg (=Genehmigung) des Mainzer Erzbischof Johann Friedrich Karl von Ostein in dem damals zum Mainzer Erzbistum gehörenden Ort Höchst gegründet wurde. Bezeichnung unter dem Boden: purpurne Radmarke, eigeritzt "IN"